Gegen 16:00 waren wir dann endlich da und wurden von Kate, der Besitzerin unserer Unterkunft herzlich begrüßt.
Nach dem "Einchecken" hat uns dann noch kurz Paul, mein beruflicher Gastgeber von der UMass Amherst, besucht, und nach ein paar grundlegenden Lebensmitteleinkäufen im Walmart bzw. dem lokalen Pendant Big Y war dann auch dieser Tag wieder beendet. Interessant ist hier vor allem die Beobachung, dass Walmarts tendenziell eher ein wenig "asslig" sind und nur Billigware anbieten, während es beim Big Y fast nur lokal produzierte Produkte gibt, viele davon sogar in "organic-", also Bio-Qualität. Wir haben sofort beschlossen, in Zukunft nur noch dort einzukaufen.
Heute haben wir dann erstmal richtig schön bis ca. 7:30 ausgeschlafen (mit Baby und Jetlag ist das schon eine Leistung! ;)), und sind dann nach ausgiebigem Frühstück und ruhigem Morgen nach Norden, Richtung Shelburne Falls gefahren. Das ist nicht nur der Wohnort von Bill Cosby, sondern auch ein verschlafenes Dörfchen, das mit einer netten Innenstadt und zwei, drei Sehenswürdigkeiten aufwartet. Eine davon ist die Bridge of Flowers, eine Fußgängerbrücke über den Deerfield River, die mit unterschiedlichsten Blumen bepflanzt ist. Eine andere sind die Glacial Potholes, eine Reihe von Gumpen im Flussbett, die die letzte Eiszeit hinterlassen hat. Früher durfte man in diesen Gumpen mitten in der Stadt baden, aber seit sich ein paar Idioten beim Köppern sonstwas gebrochen und daraufhin die Stadt verklagt haben, ist der Bereich eingezäunt und das Betreten verboten... Selbstredend wusste ich das aber schon vorher, und hatte im Netz bereits einen alternativen Badeplatz ausgesucht, nämlich den "Sunburn Beach" ein paar Meilen außerhalb der Stadt, direkt am Zusammenfluss von Deerfield River und North River. Dort haben wir dann schön gepicknickt und im bacherlwarmen Fluss gebadet, was insbesondere auch der Anna sehr gut gefallen hat.
Nach der Sightseeing-Tour sind wir dann zu Bub's BBQ gefahren, wo wir uns noch mit Pauls Frau Gladys getroffen haben und von den beiden zum Essen eingeladen wurden. Bub's BBQ war jedenfalls genau die Art von Lokal, die ich in den USA am meisten liebe: bodenständige, einfache, fleischhaltige Küche, kein Brimborium - aber richtig gut. Hier gehen wir definitiv noch öfter hin, vor allem, weil man auch so schön draußen sitzen kann. Zum Abschluss des Abends war es dann noch der Knüller - und ein weiterer Beweis für die Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Amis -, dass Paul und Gladys organisiert haben, dass wir uns von Freunden von ihnen, die in Amherst einen Thai-Imbiss betreiben, einen Baby-Hochstuhl ausleihen können, damit wir uns keinen kaufen müssen. Jetzt haben sie halt für zwei Monate einen weniger im Lokal - und das ohne uns je zuvor gesehen zu haben... Es wird eine gute Zeit hier!







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