Freitag, 29. Juli 2016

Anreise

Grundsätzlich stand unsere Anreise unter einem guten Stern: Der Zubringerflug München-Düsseldorf war für die familienfreundliche Abflugzeit 10:20 geplant, für's Umsteigen gab es genügend Zeit, der Transatlantik Flug nach Boston war mit etwas über sieben Stunden angesetzt, die Landung für 15:30 geplant - da gibt es wirklich schlimmere Rahmenbedingungen. Zusätzlich hatten wir noch den Vorabend-Check-In genutzt, um wirklich erst gegen 9:30 am Flughafen aufschlagen zu müssen und keinen Vor-Abflugsstress zu haben. Ganz so angenehm wie erwartet war es dann aber auch nicht... Warum? Naja, während die benannten Rahmenbedingungen genau so eingetroffen waren, haben zwei zusätzliche Variablen den Tag doch relativ anstrengend werden lassen:

Variable 1: Die kleine Anna
Gleich vorweg: Die Anna hat den langen und anstrengenden Anreisetag wirklich tapfer weggesteckt - insbesondere nach der Landung in Boston gab sie uns genug Grund, stolz auf sie zu sein. Aber das erste mal Fliegen mit einem 14 Monate alten Kleinkind ist halt anders, als alleine zu fliegen... Das hat sich vor allem in drei Dingen geäußert:

  1. Man ist vollbepackt wie ein Muli, um ja für jede Eventualität gerüstet zu sein. Windeln, Spielsachen, Nahrungsmittel, Getränke, Ersatzklamotten - und das Kind selbst nicht zu vergessen. ;)
  2. Beim Starten sowohl in München als auch in Düsseldorf hat die Kleine geschrien wie am Spieß. Uns ist bis jetzt unklar, ob's am Druckausgleich lag, daran, sich nicht bewegen zu dürfen, oder an Übermüdung (oder einer Kombination daraus). Angenehm war's jedenfalls nicht. Und danach steht man ständig unter Strom, dass sie nicht wieder anfängt.
  3. Das gerade erwähnte Unter-Strom-Stehen: Damit ja nicht der ganze Flug in ein Brüllkonzert ausartet, bemüht man sich nach Leibeskräften um Ablenkung. Das kann auf Dauer ziemlich anstrengend sein... Und daran, selber den Flug z.B. mit dem On-Board-Entertainment zu genießen, ist erst mal nicht zu denken.

Variable 2: Das "Auschecken" nach der Landung
Gut, wer schon in den USA war, der kennt das Prozedere: Raus aus dem Flieger, rein in die "Immigration" (also die Passkontrolle), dann zum Gepäckband, dann durch den Zoll. In Stoßzeiten kann sich das schon mal ziehen. Die Passkontrolle ging bei uns relativ schnell, auch der Zoll hatte nichts zu beanstanden, aber Schlange stehen muss man halt trotzdem. Dazu kam, dass wir insgesamt 5 Gepäckstücke dabei haben (3 Koffer, zweimal Sperrgepäck für's Baby, nämlich Buggy und Kraxn). Da wartet man dann halt ein bisschen mehr. Danach ging's dann mit dem Bus ins Mietwagenzentrum des Flughafens, dort hieß es wieder anstehen und Formalitäten erledigen. Schnell hatten wir dann unser Auto zugewiesen bekommen, einen Dodge Dart der Kompaktklasse. Aber das Einbauen des mitgemieteten Kindersitzes wurde dann zur nächsten Herausforderung, die uns bei schwülen 35 °C einiges an Zeit und Schweiß gekostet hat... Als wir dann endlich abfahrbereit waren, ging's noch eine knappe Stunde raus aus Boston nach Concord, MA, wo wir unsere Zwischenunterkunft beziehen wollten. Dort angekommen sind wir dann um 19:30, also sagenhafte 4 Stunden nach der Landung. Und wer hat nicht einmal gequengelt? Die Anna... Nach einem kurzen Bad im Hotelpool und einer beim benachbarten Italiener geholten Pizza ging's dann zeitnah in die Heia.

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